Bibliothekskatalog

RKEGY katalógus

Római Katolikus Egyházi Gyűjtemény

ÖFFNUNGSZEITEN DES MUSEUMS UND DER BIBLIOTHEK
Sommer
(vom 1. Mai bis zum 30. September)
Montags bis Freitags von 10 bis 17 Uhr
Samstags können von 10 bis 14 Uhr Gruppenführungen nach vorheriger Anmeldung erfolgen. Diese muss spätestens Freitag Vormittag erfolgen.
Winter (vom 1. Oktober bis 30. April)
Montags bis Freitags 10 bis 16 Uhr, Gruppenführungen sind nach vorheriger Anmeldung möglich.
Sonntags keine Besichtigungen.

Múzeum

DIE GESCHICHTE DER SAMMLUNG

Das Kulturministerium gestattete 1967 die Aufnahme der Arbeit an den damals in den Gebäuden der römisch-katholischen Pfarrei vorhandenen musealen, bibliothekaren und archivlichen Quellen und die Aufnahme der Sammlungstätigkeit auf den Bereichen der Kirchengeschichte und der kirchlichen Kunst.

Der Großteil der Sammlung bildet Bestände von Kunstgegenständen und Büchern aus den regionalen Kirchenkreisen ab. Die gegenwärtige, beständige Sammlungstätigkeit besteht im Ausbau der Sammlung der im Kirchenkreis Abaúj und Zemplén aus dem Gebrauch genommenen liturgischen Ausstattungsgegenstände, alter Bücher und Schriften sowie priesterlicher Nachlässe. Die Öffentlichkeit hatte schon früher im Oratorium der Burgkirche die Möglichkeit, Exponate namentlich aus Kultureinrichtungen in Baja, Budapest, Eger, Miskolc, Sajólád, Sajószentpéter und Sátoraljaújhely regelmäßig in Ausstellungen zu besichtigen. Seit 1995 hat die Galerie von Sárospatak einer Ausstellung mit dem Titel „Die Schönheit Deines Hauses“ fortlaufend einen Platz eingeräumt. Die aus den Gebäuden der Pfarreien in Bodrogolasz, Girincs, Köröm, Megyaszó, Sajólád und Sárospatak bewahrten Sammlungen ebenso wie die Sammlung aus der nun in das kirchliche Eigentum zurückgekehrten Sárospataker Grundschule, dem heutigen Haus St. Elisabeth, haben dort, in diesem Gebäude, eine Heimat und Möglichkeit zur Ausstellung gefunden.

Sárospatak und seine Umgebung haben eine wichtige Rolle in der Geschichte unseres Reiches und unserer Kirche gespielt als Besitzung der Königinnen, als Geburtsort der aus dem Hause Arpád stammenden Heiligen Elisabeth, als Ordenssitz der Dominikaner, Franziskaner, Palotiner und Prämonstratenser, als Hauptfamiliensitz der Familie Rákóczi und als Ordenssitz der Jesuiten und Trinitarier. Die Schule der Pfarrei in welcher Szalka László, der spätere Erzbischof von Esztergom erzogen wurde, begründete den bis auf den heutigen Tag bestehenden Ruf der Stadt als einer Stadt der Bildung. Zu Beginn des 20. Jahrhundert Vinzentinerinnen und zahlreiche religiöse Gemeinschaften unterschiedlicher Prägung das Leben der Stadt geistlich bereichert. Die Sammlung hat es sich zum Ziel gesetzt dieses Vermächtnis zu wahren, zu pflegen und der Öffentlichkeit vorzustellen.

Die Burgkirche von Patak und das Pfarrhaus sind die ältesten Baudenkmäler der Stadt. Auf vielerlei Weise verflechten sich die Geschicke der Burg und der Stadt in ihrer bewegten Geschichte, und durch die Jahrhunderte eines wechselvollen Laufes der oberherrlichen Patronate und der Stiftungen der Gläubigen hat sich ein großer Reichtum zwischen ihren Mauern und an ihren Mauern angesammelt. Die bei den 1963 begonnenen Grabungen und den Erforschungen der Grundmauern zutage getretenen Funde konnten nur in ihrem bedeutendsten Teil am Fundort in der Kirche ausgestellt werden. Die fragmentarisch erhaltenen Grabsteine und die große Zahl von bauplastischen Steinfunden wurden in einem Lapidarium versammelt. Seit 2012 wird diese Sammlung in den Kellergewölben des Hauses St. Elisabeth und im Hof des Gebäudes ausgestellt.

Der durch die Türken mehr oder weniger verschonte Wohlstand im Hegyalja hat im 18. Jahrhundert in Sátoraljaújhely, Szerencs, Tarcal und Tállya wohlhabenden Kirchenausstattungen hervorgebracht. Die auf dem Dachboden der Kirche von Szerencs aufgefundenen Statuen gehören zu den ausgewähltesten barocken Ausstattungen in Ungarn. Die auf dem Dachboden der Kirche in Hercegkút verstreuten Stücke entpuppten sich als das Kreuz des Hauptaltares der Trinitarierkirche von Patak. Diese großen Kunstwerke haben auch in der Umgebung von Sárospatak eine Ausstrahlung gehabt.

Die für die Kirche von Tállya im Jahre 1775 fertiggestellte Statue des Heiligen László, das Kreuz von Mád, die tragbare Marienfigur aus Szerencs sind Schätze eines provinziellen Barock und der örtlichen Volkskunst. Wertvolle Andenken sind die Taufe Christi aus der Kirche von Patak, die aus dem 18. Jahrhundert stammende Replik des Gnadenbildes von Vérehulló und das aus dem Kloster der Sozialen Missionsschwestern von Szikszó stammende Barockgemälde.

Ein bemalter Bücherschrank und das Kreuzesreliquiar des Tabernakels der Jesuitenkirche sind Klosterarbeiten. Ein erlesenes Andenken an die Kirche von Miskolc ist ein bemalter Stern von Bethlehem. Eine ausgewählte Arbeit ist ein mit Emaillearbeiten verzierter Kelch der Trinitarier von Sárospatak. Ein wichtiges Andenken ist der Nachlass des Ehepaares Harangi László und Boros Vilma, ebenso der Nachlass des römisch-katholischen Priesters Demeter István, eines Malers und Schriftstellers, der dem Haus seine Bibliothek und seinen künstlerischen Nachlass überlassen hat.

A gyűjtemény története